Sport im MTV Amelinghausen

Leichtathletik hat Geschichte

Leichtathletik: schneller, höher, weiter...

Leichtahtletik gehörte seit Gründung des Vereins zu den sportlichen Aktivitäten, aber ist erst seit 1961 Sparte mit Anschluß an den Leichtathletik-Verband. Schon vor dem Krieg gab es beachtliche Leistungen, die aber unter der Schirmherrschaft des Turnverbandes erbracht wurden.

Nach dem Krieg hieß es im Winter Turnen und im Sommer Laufen, Springen und Werfen auf dem ?alten Sportplatz?. Wie es um Laufbahn und Sprunggrube bestellt war zeigen Bilder vom Sportfest 1950. Für die Sportler war es nicht nur das Training von besonderer Bedeutung, sondern auch die Gärten, die zwischen dem Ort und dem Sportplatz lagen.

Mit der Einweihung des neuen Sportplatzes 1959 an der Lopau gab es zwar einen ?neuen Platz?, aber die Bedingungen für die Leichtathletik besserten sich kaum. Trotz dieser Voraussetzungen gab es bei dem Einweihungsfest ( Gauturnfest) erstaunliche Leistungen. So erreicheten Helmut Schulze, Jürgen Worthmann, Detlef Schulte-Bisping und Werner Borms in der 4 X 100 m Staffel auf der Grasbahn beachtliche 44, 9 Sekunden. Die Strecke entsprach nicht ganz dem Oval der heutigen Plätze und war auch nicht genau vermessen.

Unter Rudolf Zingel, der auch als Sportabzeichen Obmann tätig war, wird die Leichtathletik zur Sparte und später von Rudolf Walde weitergeführt. Als engagierter Sportlehrer an der Volksschule Amelinghausen war er im Unterricht auf Talentsuche und motivierte die Schüler, am Nachmittag zum Training zu kommen. Nicht nur das Training, auch die Teilnahme an Meisterschaften, Sportfesten und Waldläufen, nahm er in die Hand. Die Erfolge stellten sich bald ein, immer wieder taucht der MTV Amelinghausen unter den besten 15 des Bezirks Lüneburg auf. Und das war damals noch schwieriger als heute, denn zum Bezirk gehörte die Leichtathletik-Hochburg Wolfsburg, die in den 60er Jahren von 15 Plätzen meist etwa 8 - 12 belegte. 1979 wurden die Bezirke neu geordnet und Wolfsburg in Hannover eingebunden.

Die Statistik wurde damals nicht für Schülerklassen geführt, nur für die offene Klassen und die A- und B-Jugend. Schüler wurden in die Jugend eingereiht, wenn denn die Leistungen entsprechend gut waren. So sind viele gute Leistungen heute leider nicht mehr nachzuvollziehen. 

Inzwischen war Rudolf Walde im Sommer 1967 nach Bad Bevensen versetzt worden und der junge Diplomsportlehrer und Zehnkämpfer Bernd Düwel im MTV in seine Fußstapfen getreten. Er ging mit gutem Beispiel voran und landete 1969 mit 1,84 m in Hochsprung in der Bezirksbestenliste.

Ab 1971 starteten die MTV-Athleten für die LG (Leichtathletikgemeinschaft) Lüneburg Stadt und Land, die am 20.10.1970 gegründet wurde.

 Als man allgemein noch gar nicht wusste, was der Modesport Joggen ist, gab es beim MTV Amelinghausen schon die ersten 100 km-Läufer.In Biel standen Helmut Dittmer, Klaus Düngefeld, Jürgen Meyer und Walter Wendland im Sommer 1971 den 100km-Lauf durch.

Ab 1971 vertritt der Sportlehrer Werner Borms Bernd Düwel beim Training und übernimmt in 1973 zwei Schülergruppen ganz.

1974 - 1980 sind für den Verein die Sternstunden der Leichathletik

Talente, wie Rolf Düngefeld, Eckhard Kröger oder Jörg-Udo Schiemann, stellvertretend genannt für alle Athleten. 

Im Schüler-Breich, für die nun erstmals auf Landesebene Bestenlisten erstellt wurden, hebt sich ganz deutlich Annette Studtmann hervor. Als 12jährige läuft sie 75 m in 10,4 sec und springt 4,63 m weit. Annette, Jörg-Udo und Eckhard trainieren in Amelinghausen bei Borms/Düwel und bei der LG Lüneburg unter Wolfgang Scholz. Der systematische Aufbau dieser drei Talente hatte enorme Leistungsteigerungen zur Folge. 

Unter Trainer Borms stellen sich ab 1983 im Schülerbereich wieder Erfolge auf Landesebene ein: Katrin Dimke, Annette Dittmer und Corinna Nitz (Schülerinnnen D), Thomas Hagemann, Jörn Kleinlein und Johannes Ehlbeck (Schüler C) wurden jeweils Landesvizemeister im Mannschaftscross. 1984 bis 1986 starteten die MTV-Athleten außerhalb der LG Lüneburg. Bei den am 24.3.1984 am Kronsberg ausgetragenen Crosslauf-Landesmeisterschaften, dem größten Leichtathletikfest nach dem Kriege, gingen von 813 gemeldeten Teilnehmern 704 an den Start. Hier errangen die Lokalmatadoren Hanne Hagemann, Kerstin Beyer und Corinna Nitz bei den D-Schülerinnen den 2. Platz in der Mannschaft.

Nicht nur erfolgreiche Mittelstreckler, auch gute Techniker trainierten beim Werner-Sport. Ab 1987 starten die Athleten wieder in den LG-Mannschaften und wurden bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Landesmeister und zwar beiden Schülern: Karsten Michaelis, Jens Schulz, Stephan Padeo, Sabine Jürgensen, Stefan Schulz und Katrin Dimke. Zur Jugend-Mannschaft gehörten vom MTV: Ulrike Marszk und Renate Tost. 

Von den unter Werner Borms trainierenden Athleten brachte es Ulrike Marszk am weitesten. Sie übernahm dann auch für kurze Zeit das Schüler- und Jugendtraining, bis sie von Winfried Tödter abgelöst wurde.

Der ebenfalls wettkampferprobte Heiko Gardlo übernimmt 1997 die älteren Schüler.

Um die Erfolge im Schülerbereich ist es sehr still geworden, Winfried Tödter mußte aus beruflichen Gründen das Schülertraining einstellen, vorserst und übergansweise wird das Training im Jubiläumsjahr wieder von Werner Borms durchgeführt.

Seit Gründung des Lauftreffs werden Wettkämpfe auch von diesen Läufern besucht, auch hier gibt es wie im Seniorenbereich viele Erfolge zu verzeichnen

Der MTV als Veranstalter:

Etliche Kreismeisterschaften wurden auf der Schulspsortanlage oder im Gelände ausgerichtet. Herausforderungen sind jedoch die überörtlichen Meisterschaften und zwar:

Bezirksmeisterschaft am 2.3.1980 im Crosslauf mit 460 Läufern (Roswitha Schiemann gewinnt die AK W50)

Landesmeisterschaft am 24.3.84 im Crosslauf am Krosnberg mit 813 Startern

Bezirksmeisterschaft am 26.2.1995 im Crosslauf mit 445 Teilnehmern

Landesmeisterschaft am 7.2.1999 im Crosslauf mit etwa 600 Teilnehmern